J. Hilbrecht unterwegs

Presse, Kritik und Neues aus Köpenick


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Der Hauptmann von Köpenick bereitet eine neue Premiere im Ratskeller vor:
"Geld regiert die Welt" 26.Sept. 2009 um 20:00



Otto-Reutter-Jubiläum in Köpenick

Zuschauerbrief an den Tourismusverein Treptow – Köpenick

Ich besuchte mit meinen griechischen Gästen die Otto-Reutter-Veranstaltung des Köpenicker Ratskeller und wir waren begeistert !
Doch wundere ich mich jetzt, daß es im Nachhinein keine Presseresonanz auf diesen gelungenen Abend des Hauptmanns von Köpenick gibt.
Deshalb beschreibe ich mal einen kleinen Eindruck des Geschehens.

Es drängelten sich viele Zuschauer in den nun schon berühmten Veranstaltungsort, in den Rathausinnenhof des Köpenicker Ratshauses, der Wetterdienst hatte einen freundlichen Frühsommerabend versprochen, die Stimmung bei den 350 Anwesenden war spannungsgeladen. Und als der Chef des Ratskellers, Wolfgang Pinzl, die Bühne betrat, lauschten alle gespannt der wunderbaren Laudatio auf den nun gleich auftretenden Künstler: Volksschauspieler, Hauptmann von Köpenick, Jürgen Hilbrecht. Und der kam. Kam, mit seinem Musiker, Kurt Fritsche und einem Couplet von Otto Reutter „Nehm´n Sie ´n Alten“, was er leise anstimmte.
Das war programmatisch, denn das ist der Titel seines Programms, welches an dem 19.Juni 2009 zum 300. Mal im Ratskeller die Zuhörer begeistern sollte.

Und was dann kam, begeisterte auch. Und diese Begeisterung, ja, man kann sagen, frenetische Begeisterung, hielt sich über die ganzen 120 Minuten. Denn was dieser Entertainer, was dieser Hauptmann von Köpenick mit seinem Musiker seinem Publikum bot, war ausgeprägte Interpretation, gesangliche Meisterschaft, durchdachte Dramaturgie. Mit einem Wort: gekonntes Bühnenhandwerk.

Gekonnt verband Jürgen Hilbrecht bekannte Couplets des großen Humoristen Otto Reutter mit neu und aktuell Gedichtetem von dem Kabarettautor, Klaus Dannegger aus Leipzig. Besonders beeindruckend waren, wie man es von ihm schon kennt, seine Ausflüge, runter von der Bühne und rein unter die Zuschauer-menge, die er humorvoll mit einbezogen hat.
Dieser wundervolle Auftritt anlässlich des 800. Jubiläums von Köpenick wurde von Hilbrecht genutzt, um sich bei seinem Publikum zu bedanken und um auf sein neues Programm, welches kabarettistisch sein wird, anzukündigen.
Abschließend kann ich nur sagen, es ist schön, daß Köpenick einen „professionellen“ Hauptmann hat, der sich zudem so engagiert einsetzt für seine Region, der den Menschen mit seiner Kunst so viel Freude bringt.
Danke Jürgen Hilbrecht, seinen Künstlerkollegen und dem Ratskeller Köpenick.


Dr. W. Gerber / Berlin-Grünau, Juli 2009





Die neuesten Zeitungsmeldungen über die Show im Admiralspalast:

http:/www.tagesspiegel.de/2703968


http:/www.morgenpost.de/kultur/article1045580


Ich begrüße alle, die auf meiner Seite sind.

Jürgen Hilbrecht

Der nächste Eintrag ist ein Schreiben, das mir die beiden Autoren des Stückes nach der Aufführung in der Landesvertretung von Baden - Württemberg stattgefunden vor über 400 Zuschauern hat.

Lieber Jürgen Hilbrecht, oder besser: Lieber Hilli,

Die letzte Aufführung unseres Stücks
„Das Schlitzohr von Köpenick“ in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund war mit weit über 400 Gästen ein richtig großer Erfolg, zu dem wir dir herzlich gratulieren!

Der rundum geglückte Abend war ein erneuter Beweis dafür, dass das Stück dank deiner Verwandlungskunst auch außerhalb Köpenicks beim Publikum hervorragend ankommt. Das haben die Reaktionen während der Aufführung und der lang anhaltende Applaus gezeigt.

Nach der Vorstellung wurde uns von Freunden und Bekannten versichert, dass der Abend ausgesprochen vergnüglich und kurzweilig war, wobei auch die Lieder unter Begleitung von Kurt Fritsche ihren Anteil hatten. „Ein schönes und auch berührendes Stück“, lautete eine der Äußerungen.

Wir hoffen, dass die positive Resonanz an diesem erfolgreichen Abend das Interesse für weitere Aufführungen geweckt hat oder,
um einen Zuschauer zu zitieren: „Das muss unbedingt unter die Leute, weil es auch ein Stück lebendiger Geschichte und profunder Zeitkritik ist.“

Lieber Hilli, was will man mehr?

Ganz herzlich grüßen dich die beiden Autoren

Felix Huby
und
Hans Münch


Berlin, am 16.04. 2008




Abschrift der Reutter – Kritik zur 250 – zigsten Vorstellung im Rathausinnenhof

Köpenick

So und nicht anders!

Otto Reutter zum 250. Mal im Innenhof des historischen Rathauses.

Am 18.Juni 2005 erlebten rund 300 Zuschauer einen Otto Reutter Abend,
der es in sich hatte. Der Volkshauspieler Jürgen Hilbrecht überraschte sein Publikum auf der nagelneuen Bühne mit bis dahin nie gehörten Texten zu bekannten Reutter – Melodien.

Was damals Otto Reutters Stärke war, der Zeitbezug seiner Couplets, wurde von dem Kabarettautor der Leipziger Pfeffermühle, Klaus Dannegger, aufgegriffen. Entstanden ist unter anderem eine Neufassung des vielleicht
bekanntesten Liedes und das Publikum war, wie der Überzieher, hin und weg.
Auf kongeniale Weise unterstützt und begleitet wurde Jürgen Hilbrecht von
Kurt Fritsche auf dem Akkordeon. Beeindruckend, wie die beiden aufein-ander eingespielt sind und wie der Musiker auf jeden Einfall des quirligen Schauspielers spontan eingeht.

Überrascht hat Jürgen Hilbrecht aber nicht nur durch sein kraftvolles Spiel, sondern auch durch die leisen Töne, die dem heiteren Abend eine Tiefe gaben, wie man sie nicht ohne weiteres erwartet hatte. Was den Schau-
spieler Jürgen Hilbrecht aber von den meisten seiner Kollegen unterscheidet, ist sein Ausflug ins Publikum. Hier zeigt er sein Improvisationstalent und seinen
einzigartigen „Riecher“ dafür, mit wem er was machen kann. Dass es ihm dazu gelungen ist, sein Publikum immer wieder aufhorchen zu lassen, liegt am gelungenen Aufbau des Abends. Zum Dank forderte das Publikum mit lang
anhaltendem Applaus zahlreiche Zugaben.

Und noch eine gute Nachricht: Ein zweites Otto Reutter Programm unter dem Motto „Rührt Euch“ ist gerade in Arbeit. Es spielt mit dem Titel auf das 100 –
jährige Jubiläum der Köpenickiade im Jahre 2006 an. Premiere ist bereits am Sonnabend, den 17. September 2005 um 21:00 Uhr im Allende Center in Köpenick. Dann wird der „Hauptmann von Köpenick“ aus seinen himm-lischen Gefilden einschweben, um das Leben der Menschen 100 Jahre „danach“, aber auch die Anstrengungen zu seinem Jubiläum zu begutach-ten, zu kommentieren. - und vielleicht auch, sich darüber zu amüsieren.
Warten wir´s ab…


E.F.




Abschrift der Kritik vom 14.November 2006; „Mitteldeutsche Zeitung“

„Tragische Figur hinter der berühmten Szene“
Jürgen Hilbrecht unnachahmlich als „Schlitzohr von Köpenick“

von Karin Blüthgen

Das Bühnenbild ist sparsam. Es ist eine einzige Kollage von Zeitungsartikeln über den berühmten Hauptmann von Köpenick, wie der Schuster Friedrich Wilhelm Voigt nach seinem großen Coup vor ziemlich genau hundert Jahren
genannt wurde. Ein Mann, der sich eine Uniform kauft und eine Hand voll Soldaten rekrutiert, einen Bürgermeister festsetzt und die Stadtkasse beschlagnahmt. Doch wer war Voigt eigentlich und warum kam er nach seinen ersten kriminellen Aktionen als Jugendlicher nicht wieder auf den rechten Weg zurück?
Das „Schlitzohr von Köpenick“, so das neue Stück aus der Feder von Felix Huby und Hans Münch in der Regie von Rainer Gohde, beantwortet diese Frage. Es stellt den Menschen Voigt in den Vordergrund. Auch wenn er kurz nach jener unnachahmlichen Szene sagen wird: „Ich war berühmt - ich durfte es nur niemandem sagen“. Dem Berliner Volksschauspieler, Jürgen Hilbrecht, ist die tragische Figur des Voigt auf den Leib geschrieben. Immerhin belebt der Mittsechziger das durchweg gelungene Einpersonen-stück mehrfach brillant.
Hilbrecht schlüpft nämlich blitzschnell von einem Hut unter den nächsten und somit von einer Rolle in die andere. Im Dialekt der Berliner oder Königsberger und sogar im besten preußischen Amtsdeutsch dienert oder brüllt er, schimpft derb als Vater mit dem Sohn, ist das sanfte und verständnisvolle Mütterchen oder ein „Kriminaler“ der dem jugendlichen Voigt ein Geständnis entlocken und ihm damit seinen weiteren tragischen Lebens- beziehungsweise Schick-salsweg diktiert. Denn unter anderem Namen hätte Voigt ein normales Leben führen können. Doch als Vorbestrafter in Preußen? Nein, da sei die Bürokratie vor. Hilbrecht zeigt den Gauner und den gescheiterten Hand-werker gleichermaßen anrührend. Verschmitzt lässt sich ernsterer die von ihm frisierten Postanweisungen auszahlen, und ebenso nimmt man ihm die Verwunderung ab, als der Beamte hinter dem Schalter einen Witz macht. Und als langjährig inhaftierter Schuster reißt er, als die Rolle es verlangt, einer Zuschauerin den Schuh vom Fuß, erstaunt, dass die Fußbekleidung nun aus der Fabrik kommt. Begleitet von Kurt Fritsche am Akkordeon zelebriert Hilbrecht förmlich zu dem passend Altberliner Lieder, zum Teil mit neuen Texten versehen.
Die Hauspremiere am Sonntag im Bad Schmiedeberger Kurhaus (Welt-premiere war im Oktober in Berlin) war eine Augenweide, das Publikum restlos begeistert. Lange währte der Beifall, so dass sich Hilbrecht auch in allen seinen Rollen bedanken konnte. Dass Voigt verarmt und allein in Luxemburg starb - im Stück bleibt zumindest die Option , in einer Hutmacherin die Liebe fürs Leben zu gefunden zu haben. Happy End eben.




Lesermeinung zum „Schlitzohr von Köpenick“

…. einer Komödie von Felix Huby und Hans Münch, in der Regie von Rainer Gohde,
gespielt vom Volksschauspieler Jürgen Hilbrecht in 15 Rollen.

Uraufführung am 15. Oktober 2006 in Köpenick (Bühne : Courtyard by Marriott), anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der „Köpenickiade“ vom 16.10.1906.

Lesermeinung :

Ich traute meinen Augen nicht.
Als treuer Leser der Berliner und Köpenicker Presse muss ich feststellen, die Medien haben den historisch und künstlerisch wertvollsten Höhepunkt der Jubiläums-Köpenickiade des Jahres 2006 total verschlafen (oder verkannt ?).
Für mich und viele Kenner der Legenden um den legendären Wilhelm Voigt alias „Hauptmann von Köpenick“ war dieser Höhepunkt eindeutig die Uraufführung der Komödie „Das Schlitzohr von Köpenick“ am Vorabend des 16.Oktober in unmittelbarer Nähe des originalen Ortes des Geschehens.
Diese öffentliche Resonanz enttäuscht mich schon ein wenig, zumal ich die Premiere des Stückes sowie den frenetischen und lange anhaltenden Beifall danach im überfüllten „Theatersaal“ des Courtyard-Hotels vor Köpenicker „Insider-Publikum“ inclusive Bürgermeister und Tourismus-Chefin hautnah miterleben durfte.
Ich spürte, wie offenbar auch die Mehrheit der Zuschauer, das war endlich die lang erhoffte neue Qualität bei der Präsentation der „Hauptmann-Story“, mit vielen, den meisten bisher unbekannten Details aus dem Leben des Wilhelm Voigts vor und nach dem weltbekannten Ereignis um den 16. Oktober 1906, die der Schauspieler und „amtierende Hauptmann von Köpenick“ Jürgen Hilbrecht schauspielerisch unter Regie von R.Gohde und musikalischer Begleitung von Kurt Fritsche meisterlich umsetzte. Erstmals stand nicht nur das „Köpenicker Hauptereignis“ allein im Rampenlicht der künstlerischen Interpretation, sondern war lediglich Bestandteil einer Aneinanderreihung von Episoden. Nicht schlecht !
Dem vorausgehend erfolgte eine ebenso meisterliche Recherche und literarische Umsetzung der Fakten aus dem Leben des Schuhmachers Voigt mit allen Schau-plätzen seines „Zugvogel-Daseins“ durch F.Huby und H.Münch. Allen Respekt auch dafür !
Aus historischer Sicht ist der Inhalt des Stücks eine grosse Bereicherung für Berlin, die daraus entstandene Story aus künstlerischer und touristischer Sicht sowieso.

Ich glaube, dieses neue Werk hätte mehr öffentliche Würdigung verdient als die unzähligen Flachheiten aus den Schlagzeilen vieler Massenmedien.

Wolfgang Gerber (Köpenick-Grünau, 24.10.2006)



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